Fragen stellen – Jeder kann das!

Schwarzdorn

 

Liebe Freunde

In einem Spezialitäten Geschäft habe ich letzte Woche Folgendes beobachtet:

Eine ältere, etwas kleinere und sehr vornehme Frau stand vor einem Teeregal. Sie nahm immer wieder ein Teepäckchen aus dem Regal heraus und stellte es dann wieder ins Regal. Während sie noch probierte, ein Päckchen aus dem obersten Regal zu nehmen, was angesichts ihrer Grösse ein wenig schwierig war, sah das eine etwas jüngere Frau im Vorbeigehen, holte ihr diese Teesorte und gab sie ihr, und rauschte weiter.

Die ältere Frau probierte dann fast noch verzweifelter, auch diese Teesorte wieder nach oben zu legen. In dem Moment kommt eine andere Frau, stellt sich neben die ältere Frau und fragt, was sie denn brauche.  Ja, sie suche eine ganz spezielle Sorte und sie sehe sie nicht. Ihre Augen machen einfach nicht mehr so mit.
Gemeinsam suchen nun diese beiden Frauen nach der gewünschten Sorte. Als sie die Teesorte entdeckt haben, fragt die jüngere Frau, was denn das Besondere sei an dieser Sorte. Und ein richtiges Gespräch beginnt zwischen diesen beiden Damen.

Die zweite Frau hat lediglich eine Frage gestellt. Statt ihr etwas in die Hand zu drücken, von dem sie vielleicht gar nicht wusste, ob es das Richtige war, hat die zweite Frau mit einer Frage begonnen, um herauszufinden, um was es denn geht.

Fragen stellen ist etwas Wunderbares. Fragen stellen ist eines der Hauptwerkzeuge eines guten Coaches. Aber nicht nur Coaches, sondern alle Menschen können mit Fragen unglaublich viel bewirken.

  • Was glauben Sie wohl, was passieren würde, wenn wir unseren Mitmenschen in Zukunft mehr Fragen stellen würden?
  • Wenn wir unsere Kinder fragen würden, wie es denn in der Schule war, ob sie irgendein „Highlight“ erlebt haben?
  • Oder unsere Partner am Ende des Tages fragen würden, was denn das Schönste an diesem Tag gewesen war. Und uns auch die Zeit nehmen für eine Antwort.
  • Oder wenn wir unseren Eltern anrufen würden und sie fragen, was sie denn von uns in dieser Woche brauchen könnten?

Vielleicht bekommen wir auch keine Antwort, weil es unsere Mitmenschen gar nicht mehr gewohnt sind, dass wir ihnen eine Frage stellen. Vielleicht braucht es dann eine zweite Frage, eine dritte oder sogar eine vierte und noch mehr Zeit zum Zuhören.

Ich möchte Sie in dieser Woche einladen, statt Antworten mehr Fragen zu stellen.

  • Beobachten Sie doch einmal in dieser Woche, wie oft Sie andere Menschen wirklich etwas fragen.
  • Sollten Sie außer Übung sein, dann fragen Sie etwas Einfaches: Nach der Uhrzeit, nach dem Weg, nach einer kleinen Information.
  • Versuchen Sie dann auch, mehr zu erfragen. Fragen Sie: Was genau? Wo genau? Was finden Sie daran so besonders? Und seien Sie neugierig, was passiert.

Ich wünsche Ihnen sehr viel Freude und Offenheit dabei.
Ganz liebe Grüsse
Heidi Röthlisberger
Life Coaching am Telefon

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