„Grusswandern“

Ziegen 2

Liebe Freunde

Die Schweizer sind im internationalen Kontext dafür bekannt, dass sie jeden grüssen. Vor allem beim Wandern auf den Wanderwegen. Im Buch „Schweiz pauschal“ wird sogar vom sogenannten „Grusswandern“ gesprochen. Ein bisschen spöttisch. Und doch – ist es nicht eine wunderschöne Sitte, einen anderen Menschen zu grüssen?

Wie machen Sie das denn? Grüssen Sie manchmal Ihr Gegenüber, Ihre Nachbarin oder Ihren Nachbarn? Ob beim Wandern, im Supermarkt oder im Zug? Wünschen Sie Ihrem Partner einen guten Morgen oder begrüssen Sie Ihre Kinder, wenn sie morgens aufstehen?

Vor einer Woche bin ich einem recht betagten Herrn im Wald begegnet. Er hat mich ganz intensiv angeschaut, solange, bis ich ihn gegrüsst habe. Dann hat sich sein ganzes verrunzeltes Gesicht mit einem Lächeln überzogen. Er hat darauf gewartet, dass ich ihn begrüsse. Er grüsste mich auch und ging dann fröhlich und aufrecht weiter.

Im Wald bei uns hat es immer viele Jogger. Viele von ihnen laufen recht schnell und haben während der ganzen Zeit den Kopf Richtung Erde gedreht. Selbst wenn sie wollten, könnten sie einen nicht grüssen. Sie sehen einen gar nicht.

Erst bei diesem Herrn und durch die Jogger ist mir aufgefallen, dass wir eine ganz andere Haltung annehmen, wenn wir einen andern Menschen begrüssen. Wir halten uns aufrechter, wir schauen eher nach oben, nach vorne, vorwärts. Die Richtung ist eine andere. Und wir öffnen uns dadurch automatisch mehr unserem Gegenüber als wir es sonst tun oder tun würden. Wir schauen den anderen Menschen an, vielleicht nur kurz, aber wir werfen einen Blick auf ihn.

Beobachten Sie sich doch in dieser Woche, was passiert, wenn Sie einen anderen Menschen begrüssen. Achten Sie vor allem darauf, was bei Ihnen selber abläuft. Wie stehen oder wie sitzen Sie, wie ist Ihre eigene Haltung, und wie genau oder ungenau schauen Sie den anderen Menschen an?

Viel Spass und haben Sie eine fröhliche und interessante Woche!

Ganz liebe Grüsse
Heidi Röthlisberger
Life Coaching per Telefon

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