Puzzle spielen

IMG_7496Haben Sie schon einmal ein Puzzle mit vielen Tausend Teilchen zusammengebaut?

Ich selber liebe die Puzzles von dem argentinischen Cartoonist Mordillo. Unzählige Figürchen, die miteinander etwas machen. Zu Weihnachten habe ich wieder solch ein tolles Bild bekommen. Ich setze zuerst den Rand zusammen, sortiere die einzelnen Farben, später wird es immer detaillierter, man sieht richtig, wie etwas wächst. Und plötzlich entstehen einzelne Bilder, wie Bausteine, die nach und nach zusammenpassen – und daraus ergibt sich irgendwann das große Bild. 

Die Planung eines neuen Jahres kann ganz ähnlich sein. Viele Tausende von Aktivitäten ergeben zuletzt ein buntes farbenprächtiges Bild.

Um ein Puzzle zusammensetzen zu können, braucht man das Gesamtbild. Selbst wenn man ohne Vorlage arbeitet, muss man die Gewissheit haben, dass am Schluss ein Bild herauskommt. Auch die Menge der Teilchen ist entscheidend. Hat man 100 Teilchen, ist es etwas anderes, als wenn man 4000 Teilchen vor sich hat. Bei 4000 Teilchen lässt man sich automatisch mehr Zeit, man braucht eine extra Arbeitsfläche, die man zusätzlich hat. Und will man mit anderen spielen, braucht man Platz drum herum, so dass alle mitspielen können.

Manchen liegt eher ein ruhiges Bild, andere bevorzugen Chaos. Manche haben viele grelle Farben gerne, andere wiederum eher sanfte Farben, die ineinander übergehen. Und ein blaues Meerbild erscheint zwar den einen Leuten langweilig, aber zum Zusammensetzen braucht es viel mehr Ausdauer.

  • Stellen Sie sich doch einfach vor, Sie hätten bereits das Schlussbild dieses Jahres. Wie würde es aussehen?
  • Welches Thema würde Sie denn am meisten reizen?
  • Aus welchen Puzzlesteinchen besteht dieses Bild und wie passen die Szenen zusammen?

Selbst wenn wir nicht alles in der Hand haben, was auf uns zukommt, lohnt es, sich Gedanken darüber zu machen, wie wir unser Jahr leben wollen. Wenn wir es nicht tun, werden wir einfach drauflos puzzeln, ohne zu wissen, ob es überhaupt einen Rahmen und ein Endbild hat.