Wie viel ist auf Ihrem Teller?

DSCF0640In Basel hat es mehrere Restaurants, die ein Salatbuffet haben. Wunderbare Salate in allen Variationen gibt es dort. Und verschiedene Teller zum Auswählen. Jeder kann so viel nehmen, wie er möchte.

Immer wenn ich in einem dieser Restaurants bin, fällt mir folgendes ein:

Unser Leben gleicht oft diesen Tellern, wir haben kleine, mittlere und grosse Teller zur Verfügung. Und wir können diese Teller so beladen, wie wir wollen. Wir laden unsere Wünsche drauf, unsere Aktivitäten, unsere Aufgaben, noch mehr Wünsche und natürlich noch mehr Aktivitäten und wir wundern uns darüber, dass wir mit der Zeit im Chaos enden, dass so vieles nicht klappt und nicht funktioniert. Seinen Teller bis über den Rand zu füllen, ist verlockend, denn die Auswahl ist so gross und oft berauschend.

Stellen Sie sich jedoch vor, wie es aussieht, wenn jemand mit einem völlig übervollen Teller zur Kasse geht, wo man die einzelnen Salate gar nicht mehr voneinander unterscheiden kann und die Sosse am Tellerrand herunterläuft.

Sobald wir zu viel anhäufen, kann es in einzelnen Situationen schwierig sein, den Ueberblick zu behalten. Neue Ideen tauchen oft nicht mehr auf. Selber etwas Neues zu kreieren, geht oft nicht, denn dafür braucht es Platz und Spielraum. Möglichkeiten, die darauf warten, Ihnen zu begegnen, gehen wieder, sobald diese Ihren bereits zu vollen Teller erspähen.

Werfen Sie doch heute einmal ein Blick auf Ihren ureigenen Teller. Wie gross ist er, wie voll ist er bereits?

Wie wäre es denn, wenn Sie ab morgen „einen Salat weniger auf Ihren Teller tun“? Es spielt keine so grosse Rolle, auf welchen „Salat“ Sie in dieser Woche verzichten. Machen Sie einfach ein wenig Platz, an der Seite, in der Mitte oder am Rand und seien Sie neugierig, wie Sie diese Woche erleben werden.

2 thoughts on “Wie viel ist auf Ihrem Teller?

  1. Hallo Heidi,

    seit einiger Zeit verfolge ich Moorbirke, die Seite von Deinem Mann. Durch einen Link, den themenbezogen von Dir eingefügt hatte, stieß ich eben nun auch auf Deine Seite und freue mich echt, noch etwas so wertvolles gefunden zu haben.
    Ich bin noch am Durchstöbern und dieses Thema hat mich doch sehr angesprochen. Schon lange begleitet mich die Redewendung, „weniger ist oft mehr“. Zuweilen ist mein Lebensteller auch zu voll und bemerke es erst, wenn es mir nicht mehr gut geht. Dann habe ich das Gefühl, Ballast entfernen zu müssen, dass ich nicht die Übersicht verliere.
    Ein sehr interessantes Thema, vielen Dank!

    Liebe Grüße Jutta

    • Liebe Jutta
      Vielen Dank Dir für Deine Worte. Freut mich sehr, dass Dir die Moorbirke gut gefällt.
      „Weniger ist mehr“, diese Redewendung begleitet mich auch durch mein Leben. Ueberall, beim Essen, beim Lesen, in meiner Wohnung, bei meinen Hobbies. Wenn der Teller nicht so übervoll ist, sieht auch alles viel hübscher aus.
      Wenn Du willst, kannst Du auch gerne meinen Rundbrief abonnieren. Ich schreibe seit 12 Jahren fast jede Woche einen kurzen kostenlosen Briefmit praktischen Tipps und Inputs für den Alltag. Du findest hier den Link zum Newsletter.
      Ganz liebe Grüsse
      Heidi

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